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++ Umfrage zu Wohnungslosigkeit: Stadt stellt Ergebnisse vor ++

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Zu teure Wohnungen, Schulden oder Schufa-Einträge, Ablehnung durch Vermieter – alles große Hürden für wohnungslose Menschen in Hannover. Das ist ein Ergebnis der städtischen Umfrage zum Thema Wohnungslosigkeit. Knapp 1.400 Menschen haben sich beteiligt, darunter gut 300 Wohnungslose. Von denen gaben fast drei Viertel an, tatsächlich eine Bleibe zu suchen. Der Großteil wünscht sich dabei mehr Unterstützung. Sozialarbeit, medizinische Versorgung, Unterkünfte mit Einzelzimmern: Das sind weitere Hilfen, die sich Betroffene wünschen.

Bei den Menschen mit festem Wohnsitz gab mehr als die Hälfe an, die Wohnungslosigkeit in Hannover vor allem im Stadtteil Mitte wahrzunehmen – rund um den Kröpcke, am Opernplatz und in Bahnhofsnähe. Für 70 Prozent der Befragten ist es sehr wichtig, dass es Hilfen und Unterstützung für Wohnungslose in Hannover gibt.

Sozialdezernentin Sylvia Bruns stellte die Ergebnisse am Montag im Sozialausschuss vor. Sie fließen mit ein in eine Gesamtauswertung zur Wohnungslosigkeit. Diese soll im Herbst vorliegen.

++ Starkstromkabel geklaut - Täter durch Stromschlag schwer verletzt? ++

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Hat sich ein Dieb in einem Zementwerk in Misburg selbst schwer verletzt? Die Polizei wendet sich nach einem Diebstahl von Starkstromkabeln jetzt mit einem Zeugenaufruf an die Öffentlichkeit, nachdem die unbekannten Täter bereits in der Nacht zu Freitag zugeschlagen hatten. Sie entwendeten ein etwa 100 langes Meter Kupferstarkstromkabel, das allerdings an einen Bagger angeschlossen war und daher unter Strom stand. Die Polizei geht deswegen von erheblichen Verletzungen bei dem Täter aus, im schlimmsten Fall könnte er auch verstorben sein.

Nun suchen die Ermittler Zeugen: Wer kann Hinweise auf durch Stromschläge verletzte Menschen geben? Und wem wurden möglicherweise Starkstromkabel zum Kauf angeboten? Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Misburg entgegen.                                                                             

++ Trainingsauftakt bei 96, Torwart Esser wechselt nach Bochum ++

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Trainingsauftakt ohne „Bruno“: Torwart Michael Esser, Spitzname Bruno, kehrt Hannover 96 den Rücken. Das hat der Verein am Montagnachmittag offiziell mitgeteilt. Esser verschlägt es zurück in seine Heimat, er wechselt zum Erstligaaufsteiger VFL Bochum, bei dem er seine Profikarriere auch gestartet hatte.

Essers Ex-Kollegen haben unterdessen am Montag mit der Vorbereitung auf die neue Zweitligasaison begonnen, die erste Trainingseinheit startete um 14 Uhr. Die erste für den neuen 96-Coach Jan Zimmermann, der am Wochenende noch mit dem TSV Havelse den Aufstieg in die dritte Liga gefeiert hatte.

++ Zwischenbilanz: Modellprojekt für Langzeitgeduldete gut angelaufen ++

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Geflüchtete Menschen leben zum Teil schon jahrelang gut integriert in Hannover, haben aber noch immer kein gesichertes Bleiberecht. Diesen Langzeitgeduldeten soll ein Modellprojekt der Stadt Hannover, des niedersächsischen Flüchtlingsrats und des Vereins kargah helfen. Nach dem ersten Projektjahr fällt eine Zwischenbilanz nun positiv aus. 

139 Geduldete konnten in Hannover seit Mai vergangenen Jahres von einer der Bleiberechtsregelungen profitieren. Teilweise durch eine gezielte Prüfung durch die Landeshauptstadt, teilweise durch Beratungsleistungen im Rahmen des Projekts. Die städtische Ausländerbehörde sichtet systematisch die Fälle und arbeitet dann mit Flüchtlingsrat und kargah e.V. sowie weiteren Beratungsstellen gemeinsam an individuellen Lösungen für Betroffene.

Das Projekt helfe, Sonderfälle mit positiver Perspektive zu identifizieren und Rechtssicherheit zu schaffen, sagt Oberbürgermeister Belit Onay. Das sei für alle ein Gewinn. Auch der Flüchtlingsrat ist nach dem ersten Jahr zufrieden: Das Projekt zeige, dass kommunal einiges erreicht werden könne, so die Vorsitzende Claire Deery.

++ Traditionell am 21.6.: Fête de la Musique unter Corona-Bedingungen ++

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Ein bisschen Normalität im hannoverschen Sommerkalender am Montag in der Innenstadt: bei der Fête de la Musique spielen Künstlerinnen und Künstler insgesamt 60 Konzerte an 13 Standorten, indoor und outdoor. Bühnen stehen zum Beispiel am Opernplatz, auf dem Trammplatz und auf der Wiese am Stadionbad.

Coronabedingt gibt es natürlich einige Regeln: So müssen Besucher etwa einen negativen Corona-Test oder einen Impf- bzw. Genesenen-Nachweis vorlegen. Anders als sonst bei der Fête üblich brauchen Sie außerdem Tickets, diese sind kostenfrei. Einige Konzerte sind aber schon ausgebucht.

Auch Radio Hannover ist mit einer eigenen Bühne bei der Fête de la Musique dabei – in einem Üstra-Bus am Aegi. Diese Tickets gab es nur zu gewinnen.

++ Schiffgraben: Autospur wird zur Fahrradspur ++

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Weniger Platz für Autos, mehr Platz für Fahrräder: Auf dem Schiffgraben startet die Stadt Hannover einen Verkehrsversuch. Ab der kommenden Woche wird stadtauswärts eine der beiden Fahrspuren zu einer reinen Fahrradspur. Das Ganze allerdings nur auf einem recht kurzen Abschnitt, zwischen den Einmündungen Lavesstraße und Hinüberstraße – also im Bereich der Brücke der Deutschen Bahn. Aktuell kann es dort auf dem Fuß- und Radweg schonmal etwas eng werden. Mit der dann umgewidmeten Fahrradspur soll sich das ändern. Die Stadt will das dann genau beobachten und schließlich entscheiden ob das zu einer dauerhaften Lösung wird.

++ Sparmaßnahme: Stadt gibt weniger Geld für den Sport ++

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So mancher Sportverein hier bei uns in der Stadt bekommt künftig weniger Geld. Die Verwaltung kürzt offenbar den Sport-Etat um 3 Millionen auf nunmehr 23 Millionen Euro, wie die HAZ berichtet. Demnach gibt es auch neue Förderrichtlinien, die Zuschüsse an die Zahl der Vereinsmitglieder knüpfen.

Im Gegenzug dürfen nun nun auch lose Sportgruppen Gelder beantragen, etwa Skater oder Läufer. Sie sollen dann Mittel aus dem Topf für sogenannten Fun Sport erhalten.

Stadt-Sprecher Udo Möller sagte laut Bericht, die Sportbedürfnisse der Bevölkerung hätten sich verändert. Immer mehr Menschen trieben Sport außerhalb von Vereinsstrukturen. Noch seien aber keine Gelder bewilligt worden, so der Sprecher. Einige Anfragen hätten abgelehnt werden müssen.

++ Hilfsverein aufgelöst: Vanessa Münstermann beklagt zu viel Bürokratie ++

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Vanessa Münstermann hat ihren Hilfsverein nach vier Jahren aufgelöst. Ziel war, Brandopfern in der ganzen Welt zu helfen. Allerdings sei ihr die Bürokratie zu viel geworden, teilte die 32-Jährige mit.

Münstermann hatte 2016 einen Säureanschlag überlebt. Ihr damaliger Freund hatte ihr die ätzende Flüssigkeit ins Gesicht geschüttet, seither ist eine Hälfte entstellt. Anschließend gründete Münstermann den Verein „AusGezeichnet“, um Menschen mit ähnlichem Schicksal beizustehen.

Allerdings gebe es auch gar nicht so viele Brandopfer, teilte Münstermann weiter mit. Die drei, die sie derzeit betreue, wolle sie aber weiter unterstützen. Darunter sei auch ein dreijähriges Mädchen, das bei einem Unfall mit kochend heißem Kaffeewasser verbrüht worden sei. Ihr wolle sie helfen, bis zur Volljährigkeit damit zurechtzukommen, so Münstermann.

Die Spenden, die der Verein gesammelt hat, sollen an Brandopfer in der ganzen Welt geflossen sein, unter anderem für Medikamente und Cremes.

++ Ungenutztes Notkrankenhaus auf dem Messegelände soll abgebaut werden ++

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Ein Notkrankenhaus mit 460 Betten für Corona-Patienten steht seit über einem Jahr auf dem Messegelände – ungenutzt. Glücklicherweise, muss man sagen. Aber: Bis Ende September könnte das Lazarett rund 40 Millionen Euro verschlungen haben. Denn dann läuft der Mietvertrag zwischen Land und Messe aus, und er soll auch nicht verlängert werden wegen der niedrigen Infektionszahlen, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums der HAZ. Eine konkrete Auflistung der Kosten sei noch nicht möglich, da noch nicht alles abgerechnet sei, so der Sprecher. Laut Bericht kostet allein die Miete für die Messehalle um die 900.000 Euro pro Monat.

Das Notkrankenhaus sollte eigentlich andere Kliniken in der Region vor Überlastung schützen, allerdings wurde es auch dann nicht genutzt, als die Infektionszahlen stark anstiegen. Immerhin sollen etwa Beatmungsgeräte, Computertomografen und andere Maschinen künftig in Krankenhäusern in der Region benutzt werden. Ein entsprechender Antrag soll im Sozialministerium eingegangen sein.

++ Nachtflüge: SPD und CDU wollen Experten im Landtag anhören ++

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Das Thema ist seit Jahren ein Dauerbrenner: der nächtlicher Fluglärm rund um den Hannover Airport. Die SPD- und die CDU-Fraktion im Landtag wollen am Montag eine Anhörung dazu durchführen, unter anderem sollen Vertreter des Flughafens zu Wort kommen, aber auch von Wirtschaftsministerium und Stadt sowie von der Bürgerinitiative BON-HA und der Fluglärmkommission. Ein Kardiologe als Experte für gesundheitliche Folgen von Fluglärm soll ebenfalls an der Anhörung teilnehmen.

Die Nachtflugrereglung am Hannover Airport war erst vergangenes Jahr verschärft worden. Nach der Corona-Zwangspause starten nun die Ferienflieger aber wieder voll durch – sie sind es auch zum Großteil, die nachts starten und landen. Ein komplettes Nachflugverbot hätte laut Wirtschaftsministerium aber gravierende Folgen für die Beschäftigten, jeder dritte der rund 10.000 Jobs am Flughafen wäre dann bedroht.